Seit über drei Wochen waren wir nun bereits an der Ostküste der USA unterwegs. Wir hatten einen längeren Halt in New York City eingelegt, ausserdem jeweils fünf Tage in Boston und Philadelphia verbracht. Unser letzter Stopp fand nun noch in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika, in Washington, D.C. statt. Wir übernachteten in einem Hostel im Stadtteil Adams Morgan. Dort findet man vor allem einen grossen Mix aus verschiedenen Kulturen, sowie viele Restaurants und Bars. Weil das Wetter es für einmal nicht allzu gut mit uns meinte, mussten wir unser Programm zum Teil ein bisschen anpassen. Trotzdem liessen wir es uns natürlich nicht nehmen, die grössten Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Ausserdem trafen wir in Washington, D.C. schon wieder auf ein bekanntes Gesicht. Unsere Kollegin Anna, die ebenfalls aus Eglisau ist, arbeitet nämlich im Moment dort. Wir sahen sie an mehreren Tagen und genossen es sehr, Zeit mit ihr zu verbringen.

Unterwegs auf der National Mall

Das Gute an Washington, D.C. ist, dass viele Sehenswürdigkeiten der Stadt im Bereich der National Mall angesiedelt sind. Wenn man sich dort also auf einen ausgiebigen Spaziergang begibt, kann man an einem Tag schon ganz viele bekannte Gebäude besichtigen. Das ist zwar zeitintensiv, da sich die National Mall über eine extrem grosse Fläche erstreckt. Aber viele der Memorials oder Monumente sind wirklich sehr eindrücklich und definitiv einen Besuch Wert. Wir verbrachten einen ganzen Tag lang auf dem Areal und besichtigten unter anderem das Memorial für den Zweiten Weltkrieg, das Memorial für den Vietnam Krieg, das Lincoln Memorial, das Washington Monument und das Kapitol. Wir genossen diesen Tag enorm, weil wir es sehr speziell fanden, all diese Gebäude endlich mal mit blossem Auge zu sehen. Häufig dienen sie ja als Kulisse in Serien oder Filmen. Umso schöner war es nun, live vor ihnen zu stehen und ihre Pracht zu bewundern. Entlang der National Mall findet man ausserdem ganz viele Museen, die von der Smithonian Institution betrieben werden. Das Tolle an ihnen ist, dass sie alle gratis sind. Das haben wir dann an zwei weiteren Tagen, als das Wetter gar nicht mehr mitspielen wollte, gerne ausgenützt.

  

Hello Mr. President 

Eines der wohl bekanntesten Häuser auf der ganzen Welt, das Weisse Haus, grenzt mit seinem Vorgarten ebenfalls an die National Mall. Der Wohnsitz des US-Präsidenten wird von gepflegten Grünflächen und vielen Bäumen umgeben. Es ist hermetisch abgeriegelt und kann nicht einfach so besucht werden. Von Aussen scheint es eher unscheinbar, vor allem auch, weil man seine ganze Grösse nicht genau zu sehen bekommt. Denn der Ost- und der Westflügel, welche an die bekannte Villa des Mittelstücks grenzen, werden von den Bäumen ziemlich verdeckt. Donald Trump liess sich während unseres Besuchs dort zwar nicht blicken, das fanden wir aber auch nicht weiter schlimm… 😉

Almost heaven, West VirginiaBlue Ridge Mountains, Shenandoah River

Einen Ausflug völlig abseits der National Mall und überhaupt ausserhalb der Stadt durften wir zusammen mit unserer Kollegin Anna und ihrem Mitbewohner machen. Wir hatten die Möglichkeit, die beiden auf einen Ausflug in den Bundesstaat West Virginia zu begleiten. Dort liegt das kleine Städtchen Harpers Ferry, von wo aus wir eine Wanderung zu einem Aussichtspunkt gemacht haben. Der Aufstieg war ziemlich steil, sodass wir arg ins Schwitzen kamen. Aber dafür wurden wir schlussendlich mit einer wunderbaren Aussicht auf die gesamte Umgebung belohnt. Im Gebiet von Harpers Ferry kommen drei Bundesstaaten zusammen, Virginia, West Virginia und Maryland. Auch die Mündung des Shenandoah River in den Potomac River ist dort. Inspiriert durch die Gegend, summten wir die Melodie von «Country Roads» nicht nur einmal am Tag leise vor uns hin… 🙂

Schlechtwetterprogramm

Die letzten zwei Tage unseres Besuchs in Washington, D.C. waren leider durch kühles Regenwetter geprägt. Da wir kleidermässig im Moment nicht besonders gut für Regen ausgerüstet sind, hiess das für uns, lieber drinnen zu bleiben. Wie schon erwähnt, sind in Washington, D.C. die Museen der Smithonian Institution alle gratis. Das nutzten wir, um zwei davon zu besuchen. Wir sind zwar keine riesigen Fans von Museen, aber um das Regenwetter zu überbrücken, eigneten sie sich natürlich perfekt. Neben dem American History Museum besuchten wir auch noch die National Portrait Gallery. Dieses Museum ist vor allem deswegen bekannt, weil es alle offiziellen Portraits der bisherigen US-Präsidenten beherbergt. Das Beliebteste von allen ist anscheinend dasjenige von Barack Obama, welches wir zwar gut gezeichnet fanden, uns aber ein bisschen über den gewählten Hintergrund fragten.

Und nun ab an die Sonne!

Vier Grossstädte an der US-Ostküste hatten wir nun innerhalb eines Monats besucht. Sie alle waren spannend gewesen und haben uns auf verschiedene Weisen begeistert. Wir lernten vor allem auch viel über die Amerikanische Geschichte, was wir sehr interessant fanden. Nun ist es aus unserer Sicht jedoch wieder Zeit für einen Szenenwechsel. Deswegen verschieben wir uns für die nächsten elf Tage nach Florida. In Fort Lauderdale werden wir hoffentlich ein bisschen Sonne und Energie tanken können, bevor es dann weitergeht nach Südamerika.

Vor dem mächtigsten Haus der Welt

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