Die zweite Destination, die wir nach La Paz in Bolivien ansteuerten, war Sucre. Da man in Sucre eine gepflegte Altstadt findet, mit vielen gut erhaltenen Bauten aus der Kolonialzeit, gilt sie als eine der schönsten Städte Südamerikas. Davon wollten wir uns natürlich selbst ein Bild machen. So quartierten wir uns für einmal ziemlich feudal in einem besseren Hotel ein und logierten dort für insgesamt drei Nächte.

Im kleinen Paris von Südamerika

Die Altstadt von Sucre gehört seit 1991 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Grund genug, sie in einem ausgiebigen Spaziergang zu erkunden. Wir entdeckten einige schöne Gebäude aus der Kolonialzeit um den Plaza 25 de Mayo herum. Natürlich hat auch Sucre eine Kathedrale, sowie einen beliebten Aussichtspunkt bei der Plaza Pedro de Anzúrez. Dieser liegt etwas erhöht auf einem Hügel. Leider sieht man den Hauptplatz von dort oben nicht allzu gut, aber der Platz selber ist ebenfalls sehenswert, sowie die Aussicht auf die gesamte Umgebung. Auf unserem Spaziergang durch Sucre fanden wir sogar noch einen leicht angepasste Version des Eifelturms und einen kleinen Arc de Triomphe.

   

Eine Reise in die Vergangenheit

Die einzige grössere Aktivität, die wir während dieser drei Tage in Sucre unternommen haben, war ein Besuch im Parque Cretácico. Die Attraktion dort sind Fussabdrücke von Dinosauriern, die vor vielen Millionen Jahren einmal an diesem Ort vorbeigelaufen sind. Wir konnten die Fussspuren im Rahmen einer kleinen geführten Tour aus der Nähe anschauen gehen. Leider werden die Abdrücke aktuell aber überhaupt nicht geschützt, was wir sehr schade finden. Unser Guide hat erklärt, dass der Park darum bemüht ist, die Fussspuren zu einem UNESCO Weltkulturerbe zu machen. Dies würde hoffentlich dazu führen, dass man sie in Zukunft vor Erosion und anderen Wettereinflüssen schützen könnte. Den Rest des Parks fanden wir dann nicht mehr allzu interessant. Die Betreiber haben sich zwar grosse Mühe gegeben und einige recht authentische Dinosaurierfiguren aufgestellt, aber mehr gibt der Park aus unserer Sicht nicht her.

Man soll die Feste feiern wie sie fallen…

Normalerweise übernachten wir auf unserer Reise ja meistens in Hostels oder günstigen Airbnbs, manchmal auch in preiswerten Hotels. Dass wir uns in Sucre ein sehr schmuckes Hotel geleistet haben, hatte jedoch seinen guten Grund: Patrick feierte Ende November nämlich einen runden Geburtstag (nein, es war nicht der 20igste… 😉 ). Anstatt dies mit einer krachenden Party zusammen mit der Familie und den Freunden zu feiern, waren wir halt für einmal nur zu zweit unterwegs. Aber wir haben trotzdem versucht, das Beste daraus zu machen. Im Hotel wurden wir mit einer leckeren Torte zum Frühstück verwöhnt, die Andrea im Vorfeld organisiert hatte. Am Nachmittag feierten wir dann ein bisschen in einer Bar. Dort konnte Patrick an diesem Tag nämlich tatsächlich auch noch seinem Lieblingsfussballclub bei einem Spiel in der Champions League zuschauen. Ein Geschenk der Mannschaft gab es aber leider nicht, das Spiel endete mit einem trostlosen 0:0. Nichtsdestotrotz genossen wir den Tag sehr, auch wenn er zu Hause sicher anders abgelaufen wäre. Aber gerade deswegen werden solche Geburtstage wohl für immer in Erinnerung bleiben.

Ein nächstes Highlight wartet

Viel mehr aus Sucre zu berichten, gibt es nicht. Die Stadt hat uns gut gefallen, aber wir würden wohl nicht ein zweites Mal extra nach Sucre reisen. Dafür gibt es dort aus unserer Sicht schlicht zu wenig zu tun. Wir genossen es jedoch sehr, nach dem eher chaotischen, lauten und dreckigen La Paz wieder eine etwas ruhigere Atmosphäre zu erleben. Auch haben wir einige Restaurants entdeckt, in denen wir sehr lecker gegessen haben. Nun freuen wir uns aber riesig auf ein weiteres grosses Highlight unserer Reise durch Südamerika: Von Sucre aus geht es mit dem Bus nach Uyuni. Dort werden wir eine 3-tägige Tour in die Salar de Uyuni, die grösste Salzwüste der Welt, unternehmen.

  

Vom hektischen La Paz ins entspannte Sucre
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