Hue

Vietjet brachte uns mit einer kleinen Verspätung (wofür die Airline berühmt ist…) von Hanoi nach Hue, an die Küste von Zentralvietnam. Wir logierten für zwei Nächte in einem gemütlichen Hotel mit grossartigem Frühstück, an dem man sich so richtig satt essen konnte. Patrick war total happy über seine heisse Schokolade (die erste auf unserer Reise…) und Andrea genoss Unmengen von frischer Mango 🙂
Hue liegt am Parfümfluss und ist bekannt für die kaiserliche Zitadelle – Imperial City genannt – sowie zahlreiche Kaisergräber. Wir besuchten allerdings nur die Zitadelle, ein sehr weitläufiges Gelände mit vielen Gebäuden und Grünanlagen. Sogar einen Tennisplatz gibt es dort, er sah allerdings nicht sehr gepflegt und bespielbar aus, obwohl es eine kleine Tribühne hatte 🙂 À propos Tennis: unser Hotel war so gut, dass wir im TV doch tatsächlich den Final des Turniers von Basel zwischen unserem Roger Federer und Juan Martin Del Potro mitverfolgen konnten, mit unterhaltsamem vietnamesischem Kommentar! 🙂 Das steigert bereits die Vorfreude aufs Australian Open 😉
Ansonsten war in Hue nicht allzu viel los. Einen Abend verbrachten wir mit zig Vietnamesen und anderen Touristen an der Partymeile, ausserdem genossen wir mit zwei Deutschen, die wir in Hanoi im Hostel kennengelernt hatten, die Happy Hour in einer Bar sowie ein leckeres Nachtessen bei guter 80er und 90er Jahre Musik, welche Andrea’s Herz schon ein bisschen höher schlagen liess. Unterhaltung bot daneben auch noch die Tatsache, dass wir etwa alle 100m darauf angesprochen wurden, ob wir Marihuana oder sogar noch härtere Drogen kaufen wollten… 😀
Ohne Drogen, aber dafür mit den Hue Easy Ridern ging es für uns schliesslich weiter nach Hoi An. Wir wurden direkt im Hotel von unseren beiden Fahrern auf ihren Motorrädern abgeholt. Nachdem sie unser Gepäck aufgeladen und für uns noch Regenponchos gekauft hatten, ging es los. Der erste Stopp war bei den Elephant Pools, wo wir ein Bad im kühlen Nass geniessen konnten. Danach fuhren wir weiter Richtung Hoi An. Das Highlight dabei war definitiv der Wolkenpass (Hai Van Pass), eine rund 21km lange, kurvige Strecke zwischen Hue und Da Nang. Der Pass bildet eine natürliche Grenze zwischen Nord- und Südvietnam und war während der Kriegszeit ein strategisch wichtiger Stützpunkt, davon zeugen immer noch Überreste verschiedener Bunker auf der Passhöhe. Obwohl sich bei unserer Easy Rider Tour das Wetter ein weiteres Mal nicht von seiner besten Seite zeigte und wir immer mit starken Winden und Regenschauern zu kämpfen hatten, war die Aussicht aufs Südchinesische Meer und den tropischen Regenwald toll.

Hoi An

Für viele Vietnam-Reisende stellt Hoi An den schönsten Ort Vietnams dar, davon wollten wir uns natürlich selber ein Bild machen, weswegen wir uns für 4 Nächte hier einquartierten. Schön sind vor allem die unzähligen farbigen Lampions, die überall Fassaden und Strassen säumen und in der Nacht eine gemütliche Atmosphäre aufkommen lassen. Ebenfalls berühmt ist der Ort dafür, dass man sich für wenig Geld massgeschneiderte Anzüge oder Kleider anfertigen lassen kann. Es erstaunte uns deswegen nicht sonderlich, dass etwa jedes dritte Geschäft eine Schneiderei war. Da wir ja noch viel Platz im Rucksack haben und auch schon bald wieder in die Schweiz zurückkehren werden (oder doch nicht? ;-)), mussten wir aber schweren Herzens darauf verzichten 🙂 Wir verbrachten trotzdem ein paar schöne Abende in der Altstadt am Fluss, bei Livemusik aus dem Irish Pub und dem Herumschlendern durch den Nachtmarkt. Auch die Banh Mi, vietnamesische Sandwiches, schmeckten ausgezeichnet und waren daneben auch noch sehr preiswert, sodass wir den Umsatz des besten Banh Mi Standes von Hoi An massiv steigerten. Besonders angetan hatte es uns daneben auch ein vegetarisches Restaurant, weil die Mango Joghurt Shakes dort einmalig lecker waren und das Preis-Leistungs-Verhältnis absolut stimmte. Leider musste der arme Patrick deswegen mehrere Tage lang auf sein geliebtes Fleisch verzichten. Doch keine Panik, wir können Entwarnung geben: er lebt noch! 😉
An zwei Tagen statteten wir auch dem Strand von Hoi An einen Besuch ab, weil wir ein bisschen Sehnsucht nach dem Meer hatten. Allerdings war dies beide Male eine windige und kühle Angelegenheit, es windete nämlich jeden Tag in Hoi An sehr heftig und regnete auch überraschend viel. Erst ein paar Tage später fanden wir den Grund dafür heraus: Ein Taifun war vom Osten her im Anmarsch, traf aber zum Glück erst nach unserer Weiterreise nach Ho Chi Minh City auf die Küste Zentralvietnams. Auch wenn wir uns natürlich ein bisschen besseres Wetter gewünscht hätten, genossen wir die Tage in Hoi An und können bestätigen, dass der Ort tatsächlich sehr schön ist und sich ein Besuch dort auf jeden Fall lohnt.

Den Abschluss unserer Vietnamreise bildet nun noch ein kurzer Aufenthalt in Ho Chi Minh City und ein paar Tage Badeferien auf Phu Quoc, einer Insel im Süden von Vietnam. Wir hoffen, Petrus hat sich sein schönes Wetter für die nächsten Tage aufgespart und beglückt uns mit vielen Sonnenstunden am Strand 🙂

Der letzte Schrei in Vietnam – Das Bananenoutfit. Model möchte unerkannt bleiben.
Vietnam Part 2 – Hue und Hoi An
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2 thoughts on “Vietnam Part 2 – Hue und Hoi An

  • 10/11/2017 at 18:21
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    Super Handstand Andrea! Anscheinend nicht eingerostet vom Busreisen! Patrick sieht gigantisch aus neben den Einheimischen Leuten! Sehr spannende Reportagen.

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    • 13/11/2017 at 11:07
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      Nein zum Glück noch nicht 🙂 Die Busreisen waren bisher recht angenehm. Haha ja Patrick überragt die Asiaten nur leicht 🙂 Vielen Dank!

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