Den letzten Halt in Asien legten wir in Malaysia ein. Per Direktflug ging es von Phuket nach Kuala Lumpur, wo wir für 3 Nächte in einem Airbnb im Zentrum der Stadt logierten.
Wir durften vor zwei Jahren in der Schweiz Bekanntschaft mit fünf Malaysiern machen, welche damals Andreas Onkel besuchen kamen. Er kennt einen der fünf schon seit vielen Jahren durch seine unzähligen Besuche in Kuala Lumpur.

So hatten wir nun das Glück, dass wir diese Stadt nicht auf eigene Faust erkunden „mussten“, sondern von Einheimischen herumgeführt wurden. Und das erst noch feudal im klimatisierten Auto, eine Wohltat bei den heissen Temperaturen und der hohen Luftfeuchtigkeit 😉

Kuala Lumpur

Zwei volle Tage verbrachten wir in dieser faszinierenden, multikulturellen Stadt. Dabei standen primär Sehenswürdigkeiten anschauen, ein bisschen feiern und vor allem viel Essen auf dem Programm.
Den ersten Halt unserer Tour legten wir bei den Batu Caves ein. Vor ihnen ragt eine der höchsten hinduistischen Statuen des Gottes Murugan in den Himmel. Über eine steile Treppe gelangten wir ins Innere eines Felsens, wo wir weitere Tempel besichtigen konnten. Leider scheinen im Moment jedoch grosse Teile des Heiligtums renoviert zu werden, was das Gesamtbild ein bisschen trübte. Spass hatten wir dafür an den unzähligen Affen, die in der Anlage herumtollen und unvorsichtigen Touristen gerne auch mal das Essen klauen. Unsere Tour ging weiter zum Central Market und zum Merdeka Square, wo 1957 zum ersten Mal nach der Unabhängigkeit die malaysische Flagge gehisst worden war. Anschliessend besuchten wir Chinatown und kurz vor der Dämmerung erreichten wir den Menara KL Tower, eines der höchsten Gebäude der Stadt. Ein Lift brachte uns bis ganz nach oben, von wo aus wir einen grossartigen 360°-Blick auf Kuala Lumpur hatten. Während die Stadt langsam zu einem Lichtermeer wurde, knipsten wir eifrig Bilder, unter anderem der in der Nähe liegenden Petronas Twin Towers, und wagten uns auch noch in einen Glaskasten hinaus.
Die nächsten Stunden verbrachten wir dann bei einigen Drinks mit unseren malaysischen Freunden. Es war ein absolut unterhaltsamer Abend!
Auch am zweiten Tag ging das Sightseeing in Kuala Lumpur weiter. Wir stärkten uns jedoch zuerst mit einem reichhaltigen Mittagessen, dem sogenannten Banana Leaf: Auf einem Bananenblatt wurden Reis, Gemüse und Fleisch serviert, und das in grosser Menge. Die Mahlzeit war sehr lecker und füllte uns für den Rest des Tages 🙂 Im Anschluss führte unsere Tour zum ehemaligen Königspalast, der heute als Museum besichtig werden kann. Der nächste Halt war beim Kuala Lumpur City Center (KLCC). Dort spazierten wir im Park herum und hatten einen tollen Blick auf die Petronas Twin Towers. Die beiden Türme faszinierten uns sehr, aus unserer Sicht ein architektonisches Meisterwerk! Auch diesen Abend liessen wir dann bei feinem Essen mit unseren Freunden ausklingen.

Banana Leaf
Andrea beim Probieren einer Durian (Stinkfrucht)

Malakka

Am nächsten Morgen hiess es Abschied nehmen von Kuala Lumpur, denn ein Ausflug ins gut zwei Stunden südlich gelegene Malakka erwartete uns.
In Malakka besichtigten wir die seit 2008 zum Unesco Weltkulturerbe gehörende Altstadt. Spannend an der Stadt sind vor allem die immer noch sichtbaren Einflüsse all ihrer ehemaligen Besetzer. Zuerst waren das die Portugiesen, anschliessend die Holländer und zu guter Letzt noch die Briten. Wir konnten auf engem Raum die Porta de Santiago, eine portugiesische Festung, das niederländische Rathaus Stadthuys, sowie die St. Paul’s Church besichtigen.
Auch in Malakka wurden wir durch viel lokales und sehr leckeres Essen verwöhnt. Besonders angetan hatten es uns Roti Boom, ein Crêpes-Teig mit Zuckerüberzug, und Cheese Naan, ein Fladenbrot gefüllt mit Käse.

Da wir an einem Wochenende in Malakka waren, konnten wir am Abend noch den berühmten Markt in der Jonker Street besuchen, der jeweils von Freitag bis Sonntag stattfindet und tausende von Touristen anlockt.
Leider ging die Zeit bei so viel Programm viel zu schnell vorbei. Nach einer äusserst kurzen Nacht in Malakka mussten wir uns bereits wieder zum Flughafen aufmachen, wo unser Flugzeug nach Perth auf uns wartete.

Roti Boom und Roti Tissue

 

Auch wenn wir leider nur ganz kurz in Malaysia waren, haben wir die Zeit extrem genossen. Es war eine enorme Bereicherung, mit unseren einheimischen Freunden unterwegs zu sein und einen kleinen Blick in ihren Alltag zu erhalten. Ausserdem genossen wir es sehr, so kompetent herumgeführt zu werden, es fehlte uns definitiv an nichts! Malaysia ist ein spannendes, vielseitiges Land. Vor allem hat es uns beeindruckt, wie friedlich die vielen verschiedenen Bevölkerungsgruppen nebeneinander leben.
Da wir nur einen Bruchteil von Malaysia gesehen haben, hoffen wir doch sehr, nochmals hierher zurückzukommen und weitere Teile des Landes bereisen zu können.

Nach gut drei Monaten heisst es nun Abschied nehmen von Asien, ein neuer Kontinent wartet auf uns! Mit einem Campervan werden wir einen Monat lang den Westen von Australien erkunden, worauf wir uns riiiiiesig freuen 🙂

Stopover in Malaysia
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