Nach dem Ausflug in die „Grossstadt“ Christchurch ging unser Programm auf der Südinsel mit sehr vielen Outdooraktivitäten weiter.

Lake Tekapo und Lake Pukaki

Wir steuerten als erstes die Region um den Aoraki/Mt Cook mitten in den Neuseeländischen Alpen an. Der Mount Cook ist mit 3724 m.ü.M. der höchste Berg Neuseelands. Unterwegs dorthin kamen wir an zwei wunderschönen Seen vorbei, dem Lake Tekapo und dem Lake Pukaki. Beide trumpfen mit unglaublich blauem Wasser auf. Beim Lake Tekapo machten wir eine kurze, aber ziemlich anstrengende Wanderung auf die Spitze des Mt John. Während wir den Hügel hinaufkraxelten, nahmen die Asiaten dafür das Auto. Was Andrea bereits wusste, merkte Patrick zu seinem Entsetzen nämlich erst, als wir oben ankamen: Man kann auch mit dem Auto bis zum Gipfel hinauffahren 😀 Hätte er das nur früher gewusst… er wäre wohl trotzdem gelaufen 😉 Auf dem Mt John befindet sich neben einem Café auch noch Neuseelands führendes Observatorium mit mehreren riesigen Teleskopen. Die Region ist bekannt dafür, dass man in klaren Nächten von dort oben einen besonders guten Blick ins Universum und zu den Sternen werfen kann. Da wir an diesem Tag aber noch ein Stückchen weiterfahren wollten, konnten wir leider nicht bis spät in die Nacht hinein dort bleiben und uns davon überzeugen. Unser Weg führte uns später am Tag entlang des wunderbaren Lake Pukaki zum Aoraki/Mt Cook Nationalpark.

 

Aoraki/Mt Cook Nationalpark

Praktisch am Fusse des Mt Cook übernachteten wir in einem sehr schön gelegenen, aber ganz einfach gehaltenen Campground. Von dort aus konnten wir am nächsten Morgen direkt den Hooker Valley Track in Angriff nehmen, einen bekannten „Great Day Walk“ in Neuseeland. Die Wanderung führte uns durch ziemlich flaches Gelände etwa 5 Kilometer ins Tal hinein bis zum Hooker Lake. Dort war dann auch schon Endstation, respektive der Umkehrpunkt. Denn zurück ging es (leider) auf dem gleichen Weg. Während der ganzen Wanderung konnten wir die umliegenden Berge mit ihren Schneekuppen und Gletschern beobachten – der erste Schnee, seit wir auf unserem Weltreisli sind! Der Anblick war ziemlich beeindruckend und erinnerte uns immer mal wieder an unsere schöne Schweiz. Auch die Gletscher waren imposant, vor allem, weil wir gar nicht gewusst hatten, dass es in diesem Gebiet so viele davon gibt. Obwohl die Wanderung sehr einfach war, und es dadurch auch viele Leute unterwegs hatte, genossen wir die Landschaft enorm.

Dunedin und der liebe Ed Sheeran

Als nächstes hätten wir gerne der Stadt Dunedin und der Otago Peninsula einen Besuch abgestattet. Leider durchquerte jedoch ein gewisser Ed Sheeran unsere Pläne. Denn über die Ostertage gab er dort drei Konzerte. Das wäre ja an sich nicht weiter schlimm gewesen, aber das Problem war folgendes: Pro Konzert strömten gegen 20’000 Leute nach Dunedin. Die Stadt mit ihren 120’000 Einwohnern kam bei einer solchen zusätzlichen Menge an Personen völlig an ihre Grenzen. Die gesamte Infrastruktur war überlastet und jegliche Unterkünfte im Umkreis von gut 100 Kilometern komplett ausgebucht. Obwohl es sogar noch Tickets gegeben hätte, und Andrea ein paar Stunden lang mit dem Gedanken geliebäugelt hatte, eines der Konzerte zu besuchen, entschieden wir uns schlussendlich dagegen. Den Stress ersparten wir uns, indem wir eine andere Route wählten und direkt das Gebiet des Milford Sound im Südwesten der Insel anpeilten.

Milford Sound

Als eines der Highlights auf der Südinsel freuten wir uns schon lange auf die abgelegene Fjordlandschaft rund um den Milford Sound. Da im Gebiet an rund 200 Tagen im Jahr regnerisches Wetter herrscht, hatten auch wir das Glück, dass unsere Bootstour, die wir bei Mitre Cruise gebucht hatten, bei strömendem Regen stattfand… Immerhin war das Boot gedeckt und es gab Tee à discretion 😀 Da es bekanntlich jedoch kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Ausrüstung gibt, stürzten wir uns während der ganzen Fahrt immer wieder mutig nach draussen und genossen die einmalige Landschaft. Spektakulär waren insbesondere die vielen Wasserfälle, die sich in den Milford Sound ergossen. Unser Kapitän steuerte das Schiff ganz nahe an zwei davon heran, sodass wir sogar noch in den Genuss einer Gratisdusche kamen 😀

Natürlich wäre es im Nachhinein schön gewesen, wenn wir den Milford Sound bei besserem Wetter hätten erkunden können, aber so schlimm war es gar nicht. Denn der Vorteil von diesen regnerischen Tagen ist tatsächlich, dass sie neben den drei permanenten Wasserfällen, die es dort hat, noch unzählige weitere zum Vorschein bringen, was zu wirklich sehr spektakulären Anblicken führte.

   

Nach all diesen wunderbaren Erlebnissen in Neuseelands schöner Natur führt unser Weg bereits wieder Richtung Norden. Der erste Ort, den wir dabei ansteuern werden, ist Queenstown. Dort freuen sich Andrea und Patrick schon jetzt ganz fest auf zwei völlig unterschiedliche Sachen… Auf was genau, werdet ihr im nächsten Blog erfahren… 😉

Oh du schöne Südinsel… – Part 2
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2 thoughts on “Oh du schöne Südinsel… – Part 2

  • 13/04/2018 at 11:20
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    Super Bericht und wieder ganz tolle Fotos! …..dann sind wir schon auf euren nächsten Blog gespannt ?
    Weiterhin eine schöne Reise und viel Glück ?!
    P. S. Wir vermissen euch stets auf dem Fussballplatz…..

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    • 15/04/2018 at 07:11
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      Vielen Dank liebe Madlen, das freut uns sehr! Wir geben uns Mühe, dass der nächste Blog schon bald druckreif ist 😉 Ganz liebe Grüsse, Andrea und Patrick
      PS: Patrick vermisst den Fussballplatz also auch sehr… und ich die feine Wurst am Spielfeldrand sowie das Anfeuern mit euch… 🙁 😀 Deshalb sind wir froh, dass wir ab und zu deine tollen Fotos anschauen können!

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