Fast zwei Monate hatten wir insgesamt in Kanada verbracht und dabei viele verschiedene Teile des Landes kennengelernt. Nun führte uns unsere Reise wieder zurück in die USA. Nachdem wir schon fünf Wochen in Hawaii gewesen waren, ging es jetzt an der Ostküste des Landes weiter. Erster Halt war New York City, eine der wohl bekanntesten Städte auf der ganzen Welt. Die Strecke von Montreal in den Big Apple legten wir mit dem Zug zurück. Wir brauchten für die Fahrt zwar rund zehn Stunden. Aber die Reise war angenehm und die Zeit ging erstaunlicherweise sehr schnell vorbei . In New York City blieben wir ganze zwei Wochen. So hatten wir genügend Zeit für all die Sehenswürdigkeiten, die wir besichtigen wollten. Am meisten freuten wir uns jedoch nicht auf die Freiheitsstatue, den Times Square oder den Central Park, sondern auf den Besuch, den wir in New York City empfangen durften. Gestaffelt über zehn Tage hinweg trafen wir nämlich gleich vier gute Freunde aus der Schweiz.

Sehenswürdigkeiten so weit das Auge reicht

Wenige Städte haben wohl eine so hohe Dichte an Sehenswürdigkeiten wie New York City. Fast an jeder Ecke wartet ein spezielles Gebäude, ein Museum oder ein historischer Platz auf die Besucher. So waren auch wir mehrere Tage lang damit beschäftigt, die berühmtesten Attraktionen der Stadt zu erkunden. Mit der Fähre fuhren wir beispielsweise nach Staten Island. Diese Fahrt ist nicht nur kostenlos, sondern führt auch noch relativ nahe an der Freiheitsstatue vorbei und bietet zudem einen tollen Blick auf die Skyline. Ein anderer Ausflug führte uns nach Brooklyn, wo wir die berühmte Brooklyn Bridge besichtigten. Vom nahegelegenen Park aus sahen wir nicht nur die Brücke sehr gut, sondern hatten ebenfalls einen super Blick auf die Skyline.

  

Im Stadtteil Manhattan besichtigten wir die Wall Street, verschiedene Kirchen wie die Trinity Church oder die St. Patrick’s Cathedral, das Grand Central Terminal, das Empire State Building, das Chrysler Building und die City Hall. Das Spezielle an vielen dieser Gebäude ist, dass sie sich vom Baustil her stark von den Gebäuden einer Grossstadt abheben. Da steht die wunderschöne St. Patrick’s Cathedral, die grösste im neugotischen Stil erbaute Kathedrale der Vereinigten Staaten, umgeben von hohen, modernen Wolkenkratzern. Genau dieser Kontrast zwischen alt und neu macht aus unserer Sicht ein Stück weit die Faszination von New York City aus.

   

Über den Dächern der Stadt  

Um die Stadt, die nie schläft, noch aus einer anderen Perspektive zu betrachten, besuchten wir das Observation Deck auf dem Rockefeller Center. Auf 259 Metern über Boden hatten wir wirklich einen tollen Panoramablick auf die umliegenden Stadtteile. Richtung Süden sahen wir das Empire State Building, das Chrysler Building, die Brooklyn Bridge und sogar die Freiheitsstatue weit draussen im Hudson River. Gegen Norden erblickten wir hauptsächlich den berühmten Central Park. Erst aus dieser Höhe wurde uns so richtig bewusst, wie gross der Park ist. Das Einzige, was uns etwas gestört hat, war, dass zwischen dem Rockefeller Center und dem Central Park momentan kräftig gebaut wird, und ein paar neue Hochhäuser aus dem Boden schiessen, welche die Sicht leicht beeinträchtigen. Ansonsten genossen wir den Aufenthalt „On top of the Rock“ sehr, auch wenn sich das Wetter an diesem Tag nicht von seiner besten Seite zeigte und die Sicht durch den Dunst, der über der Stadt hing, etwas getrübt war.

 

Zwei Orte mit viel Geschichte

Einer der wohl faszinierendsten Plätze in ganz New York City ist der berühmte Times Square. Zu jeder Tages- und Nachtzeit tummeln sich dort Hunderte von Menschen, angezogen von den blinkenden Werbetafeln. Man könnte wohl Stunden dort verbringen und einfach nur den Leute zuschauen, die vorbeiziehen und ihre Fotos schiessen. Auch viele Strassenkünstler sind natürlich vor Ort. Sie versuchen, sich mit ihren zum Teil sehr spassigen Vorführungen ein paar Dollar zu verdienen. Ausserdem grenzt der Broadway, das berühmte Theaterviertel, an den Times Square. Für viele Theater oder Musicals, die am Broadway aufgeführt werden, werben am Times Square riesige Leuchtreklamen.

Von ganz anderem Kaliber ist daneben ein zweiter, nicht weniger berühmter Platz im Big Apple: der Ground Zero mit dem „National September 11 Memorial and Museum“. Wo bis 2001 noch die Twin Tower des World Trade Centers gestanden haben, findet man heutzutage ein grosses Mahnmal, das den rund 3000 Opfern der Terroranschläge vom 11. September 2001 und des Bombenanschlags vom 26. Februar 1993 gedenkt. Zwei grosse Becken liegen an den Stellen, wo früher die beiden Türme des World Trade Centers gestanden haben. Sie werden umrahmt von Platten, auf denen die Namen aller Opfer eingraviert sind. Im Norden der Gedenkstätte steht ausserdem das erst vor einigen Jahren erbaute One World Trade Center. Es ist aktuell das höchste Gebäude der Stadt.

 

Schwitzen mit den Tennisstars

Neben all diesen Sehenswürdigkeiten waren wir aber auch noch aus einem anderen Grund nach New York City gekommen. Wer unsere Reise schon ein bisschen länger verfolgt, weiss nämlich, dass wir beide sehr grosse Tennisfans sind. So konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, auch in New York City ein bisschen Tennis zu schauen. Glücklicherweise fand das US Open genau zur Zeit unseres Aufenthalts im Big Apple statt. Ob das bei unserer Reiseplanung wohl berücksichtig worden war? Wer weiss… 😉 Nachdem wir im Januar schon am Australian Open in Melbourne gewesen waren, stand nun also ein zweites Grand Slam Turnier auf dem Programm. Im Vorfeld hatten wir bereits Tickets für vier Tage gekauft. Wir hofften dadurch, so viele spannende Matches wie möglich und auch einige Schweizerinnen und Schweizer zu sehen. Unser Wunsch wurde jedoch nur teilweise erfüllt. Immerhin konnten wir zu Beginn des Turniers sowohl Stan Wawrinka als auch Roger Federer zujubeln. In der zweiten Woche waren dann aber leider keine Schweizerinnen und Schweizer mehr dabei, da sie alle frühzeitig ausgeschieden waren. In den ¼-Finals sahen wir zum Glück trotzdem noch ein paar spannende Paarungen wie Nadal – Thiem, Isner – Del Potro oder Nishikori – Cilic. Viel zu reden gab das diesjährige US Open ja vor allem wegen der hohen Luftfeuchtigkeit und den heissen Temperaturen, die geherrscht haben. Einige Spieler, darunter leider auch Roger Federer, mussten wegen den brutalen Bedingungen ziemlich leiden. Allen Kritikern soll gesagt sein: Ja, es war tatsächlich unmenschlich heiss und feucht. Wir haben nur schon im Schatten auf der Tribühne geschwitzt wie die Weltmeister, ohne uns überhaupt zu bewegen. Da hätten wir gar nicht wissen wollen, wie es auf dem Platz während eines Matches wohl gewesen sein muss… 🙁

Weitere Grossstädte warten nun auf uns

Auch wenn wir zu Beginn gedacht hatten, dass zwei Wochen in New York City fast ein bisschen viel sind, plagte uns keinen einzigen Tag lang die Langeweile. Es gab so viel zu sehen und zu tun, dass die Zeit wie schon so oft bisher wie im Fluge vorbeiging. Viel zu schnell war der Tag gekommen, an dem wir uns leider wieder von unseren Freunden verabschieden mussten. Wir möchten uns nochmals ganz herzlich bei Philip, Tobias, Marco und Mathias bedanken, dass ihr den Weg nach New York City auf euch genommen habt und wir so lange mit euch unterwegs sein konnten. Wir werden die Zeit im Big Apple dank euch ganz sicher nie vergessen, vor allem nicht die legendäre Karaoke-Night. 😉

 

Unsere Reise führt uns nach New York City gleich weiter in eine zweite Grossstadt an der Ostküste der USA. Nächster Halt wird Boston sein, das rund vier Stunden nordöstlich von New York City liegt. Wir freuen uns sehr und sind gespannt, was uns dort alles erwarten wird, da wir bisher fast ausschliesslich gute Sachen über die Stadt gehört haben.

New York, New York

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