Kalaw

Zu Kalaw selber können wir leider gar nicht so viel sagen, da wir dort nur eine Nacht verbracht haben, um am nächsten Morgen zeitig auf eine 2-tägige Trekkingtour an den Inle Lake zu gehen. Der Ort liegt auf 1300 m.ü.M., wir haben die spürbare Abkühlung der Luft dankend angenommen.

Ausgerüstet mit unseren Tagesrucksäcken und den Trekkingschuhen marschierten wir um 08:30 Uhr los. Vier Neuseeländer und zwei Guides komplettierten unser Reisegrüppli. Lange Zeit wanderten wir durch eine wunderbar grüne Landschaft mit vielen Reis-, Ingwer- und Chilifeldern. Im Dorf eines Stammes bekamen wir eine kleine Stärkung: Grüntee und Sticky Reis, welcher in Bambusrohren aufbewahrt wird. Auch der Rest der Wanderung am 1. Tag führte uns durch eine hügelige und überraschend grüne Landschaft, sodass wir uns zwischendurch fast ein bisschen in der Schweiz wähnten :-). Unser Nachtlager schlugen wir ebenfalls wieder im Dorf eines Stammes auf. Wir wurden vom Koch des Trekkingunternehmens sehr verwöhnt mit einem leckeren Abendessen und genossen den Abend zusammen mit den vier Neuseeländern bei einem Bier und einem lustigen Kartenspiel. Das Nachtlager auf einem Strohmätteli und einer dünnen Matratze war etwas gewöhungsbedürftig, aber eine weitere neue Erfahrung. Nach einem leckeren Morgenessen am nächsten Tag machten wir uns zeitig auf den Weg an den Inle Lake, gut 16 km lagen vor uns, etwas weniger als gestern (19 km). Leider wurden wir schon bald von Petrus beglückt, es begann ziemlich heftig zu regen. Obwohl es nicht kalt war, war die ganze Situation etwas unangenehm, weil die Trampelpfade extrem matschig und glitschig wurden und man bei jedem Schritt auf der Hut sein musste. So wurde der Abstieg zum Inle Lake zeitweise eine richtige Rutschpartie.
Die Trekkingtour hat uns trotzdem sehr viel Spass gemacht. Sie war nicht wirklich anstrengend, hat uns aber einen weiteren, tollen Einblick in das Leben der Menschen in Myanmar gegeben. Zudem war die Landschaft vor allem am ersten Tag einmalig schön, und wir durften tolle Freundschaften mit den vier Neuseeländern schliessen, welche uns bereits zu sich nach Hause eingeladen haben, wenn wir dann in Neuseeland sein werden, so cool! 🙂

Inle Lake

Am Inle Lake verbrachten wir die Tage mit dem Erkunden des Ufers per Velo und einer abwechslungsreichen Bootstour auf dem See.
Weil am 8. Oktober das Phaung Daw Oo Pagoda Festival zu Ende ging, konnten wir auf dem See einer Prozession zuschauen, bei welcher vier goldene Buddhas zur Hauptpagode transportiert wurden. Ausserdem fanden mehrere Ruderrennen statt, die ein bisschen ans Drachenbootrennen in Eglisau erinnerten. Mit der Ausnahme, dass hier mit den Beinen und nicht mit den Armen gerudert wird. Vor allem das Boot mit 100 Ruderern war sehr spektakulär anzuschauen.

Neben dieser Prozession und dem Ruderrennen besuchten wir auf der Bootstour auch noch Indein, sowie das Floating Village und sahen viele Floating Gardens, bei denen hauptsächlich Tomaten angepflanzt werden.

Wir haben uns sehr gefreut, dass wir am Inle Lake neben den Neuseeländern von unserer Trekkingtour auch noch Jenny (aus Eglisau) und Michi angetroffen haben, die uns mit wertvollen Tipps versorgen konnten.
Mit dem Nachtbus ging es für uns nach vier Tagen dann weiter nach Mandalay, der zweitgrössten Stadt von Myanmar.

Mandalay

Weil wir mit dem Nachtbus bereits um kurz nach 5 Uhr am Morgen in Mandalay eintrafen, nutzten wir die Chance, um die bekannte U Bein Bridge bei Sonnenaufgang zu besuchen. Diese Idee war Gold wert, denn es waren kaum Besucher dort und wir erlebten einen schönen Sonnenaufgang.

Sonnenaufgang bei der U Bein Bridge

Da wir im Hotel gratis Velos mieten konnten, liessen wir uns die Gelegenheit nicht entgehen und fuhren damit fleissig in der Stadt herum. Wir besichtigten den Mandalay Palace, verschiedene Pagoden, den Golden Palace und bestaunten den Sonnenuntergang auf dem Mandalay Hill. Um diesen zu erklimmen, war allerdings eine weitere sportliche Aktivität nötig, hatten wir uns nämlich dazu entschlossen, den Weg auf die Spitze zu Fuss in Angriff zu nehmen. Gut 1700 Treppenstufen mussten bezwungen werden, was normalerweise gut zu bewältigen wäre, wenn da nicht gefühlte 100% Luftfeuchtigkeit und Temperaturen um die 30 Grad herrschen würden… Endlich konnten wir einmal nachvollziehen, wie sich Rafael Nadal während seinen Tennismatches fühlen muss, wenn ihm der Schweiss nur so das Gesicht hinunterrinnt… 😀 Die Aussicht auf dem Hügel war dann immerhin sehenswert, obwohl der Sonnenuntergang – ähnlich wie in Bagan – durch viele dichte Wolken verdeckt wurde. Never mind, wir sind sicher, es kommen noch weitere 😉

Als Belohnung für diesen anstrengenden und schweisstreibenden Kraftakt gingen wir am Abend im Bistro@82nd essen. Da der Besitzer Schweizer ist, fanden sich auf der Speisekarte einige bekannte Gerichte aus unserer schönen Heimat. So konnten wir nach gut einem Monat, der geprägt war von Gerichten mit Reis und Hühnchen, nicht widerstehen und Patrick gönnte sich Käsespätzli und Andrea hatte eine Schweinsbratwurst mit Zwiebelsauce und Rösti 😉

Per Nachtbus geht es nun heute wieder zurück nach Yangon, wo wir allerdings nur eine Nacht lang bleiben werden, und von dort aus fliegen wir dann wieder einmal via Bangkok nach Vientiane, in die Hauptstadt von Laos.

 

 

Myanmar Part 3 – Kalaw, Inle Lake, Mandalay
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2 thoughts on “Myanmar Part 3 – Kalaw, Inle Lake, Mandalay

  • 10/10/2017 at 15:09
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    Hallo ihr zwei Weltebummler 😉
    Schön, das ihr eui Abentüür und Erlebnis mit eus teiled! Euri Bricht sind immer so toll gschriebe und dur di schöne Fotene chömer eus es bizli es Bild mache :-).
    Mir wünsched eu wiiter alles Gueti, vill Spass und spannendi Moment; aber mir vermissed eu scho (vor allem bim Fuessball ;-))!

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    • 11/10/2017 at 05:41
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      Liebi Madlen, danke vill Mal für dini Nachricht! Mir freued üs natürlich sehr, dass ihr üsi Bricht gärn läsed 🙂 Und mir vermissed eui also scho au äs bitz… 🙁 Ganz liebi Grüess zrugg i d’Schwiiz, Andrea und Patrick

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