Yangon

Unsere Reise in Myanmars grösster Stadt Yangon begann mit einer 2-stündigen Taxifahrt vom Flughafen zu unserem Hostel durch den zähflüssigen Abendverkehr. Immerhin war das Taxi klimatisiert, nicht allzu teuer (ca. 8 Franken… :-)) und wir bekamen bereits einen ersten Eindruck der Stadt. In unseren Schlafkabinen verbrachten wir eine erstaunlich angenehme Nacht und starteten am nächsten Tag dann ausgeruht unser Sightseeingprogramm. Vor dem Unabhängigkeitsdenkmal in einem kleinen Park wurden wir von einer Touristengruppe aufgegabelt, die sich für eine Free-Walking-Tour versammelt hatte und uns spontan fragte, ob wir uns anschliessen möchten. Da wir uns sowieso noch keine grossen Gedanken zu unserem Tag gemacht hatten, nahmen wir das Angebot gerne an und marschierten gut zwei Stunden lang im drückend heissen Yangon herum. Immerhin gab es zum Abschluss einen offerierten Tee von unserem Guide. Er wollte uns für den nächsten Tag sogar zu sich nach Hause einladen, um uns sein Dorf und ein paar Sehenswürdigkeiten auf der anderen Flussseite von Yangon zu zeigen. Zusammen mit vier Engländern nahmen wir die Einladung ebenfalls gerne an und verabredeten uns für den nächsten Tag.
Am Nachmittag erkundeten wir dann ausgiebig die wahnsinnig eindrückliche Shwedagon Pagode, definitiv DAS Must-See in Yangon. Sie gefiel uns so gut, dass wir bis in den späten Abend hinein dort blieben. So lohnte sich immerhin auch der Eintritt von 8000 Kyat (ca. 6 Franken), den man als «Ausländer» zahlen muss, während alle Einheimischen die Pagode gratis besuchen dürfen 🙂
Nach einer weiteren Nacht in unserer Sleeping Box trafen wir den Guide vom Vortag am Hafen. Mit der Fähre, auf welcher wir 6 Europäer als einzige Nichtasiaten für ziemlich Aufsehen sorgten, ging es nach Dalla, auf die andere Uferseite. Dort standen bereits 6 Roller mit Fahrer bereit und unsere Tour konnte starten. (Übrigens: auch auf der Fähre wird man als Ausländer gnadenlos abgezockt. Während alle Einheimischen 100 Kyat für die Überfahrt bezahlen, verlangen sie von den Ausländern das 40ig-Fache!!! Rechnet man die 4000 Kyat allerdings um und merkt, dass dies lediglich ca. 3 Franken sind, kann man sich ein Schmunzeln definitiv nicht verkneifen ;-))
Zuerst besuchten wir auf unserer Tour einen lokalen Markt. Vor allem die Fleisch- und Fischabteilung gefiel uns ausserordentlich gut, konnte man doch einen Haufen leckerer Sachen kaufen… oder auch nicht… 😉 Von Schweineohren über ganze Ziegenköpfe bis hin zu Innereien und Hoden fand man alles! Wir waren froh, als wir wieder die etwas frischere Luft in der Gewürzabteilung einatmen konnten 🙂 Nach einem späten burmesischen Frühstück ging es weiter zu einem Tempel. Dieser liegt in der Mitte eines kleinen Sees und ist von allen Seiten her über 4 Brücken erreichbar. Das Spezielle ist allerdings nicht seine Lage, sondern sein Inhalt. Über 50 Schlangen, alles Boa Constrictor, leben nämlich dort! Was für ein Anblick! Nachdem wir uns zuerst ziemlich gefürchtet hatten, den Tempel überhaupt zu betreten, legte sich unsere Angst dann aber allmählich wieder, als wir sahen, wie entspannt die Mönche dort herumsassen und sich die Schlagen vor allem kaum bewegten, geschweige denn Interesse an uns Besuchern zeigten.
Als Abschluss unseres Ausfluges ins ländliche Myanmar durften wir bei unserem Guide zu Hause noch ein feines lokales Mittagessen geniessen. Ausserdem zeigte uns der Guide, wie die Paste hergestellt wird, welche sich viele Einheimische zum Schutz vor Akne und der Sonne aufs Gesicht auftragen. Ganz im Stile eines Kinderschminkens durften auch wir alle hinhalten und uns die Farbe ins Gesicht streichen lassen. Insgesamt spannende Erfahrungen, die wir sicher noch lange in Erinnerung behalten werden.

Mit dem Nachtbus ging es für uns am Abend dann weiter nach Bagan, worauf wir uns schon lange gefreut hatten, da dieser Ort eines der Highlights unserer ganzen Weltreise ist. Obwohl wir für den Weg vom Hostel zum Busbahnhof viel Zeit einberechnet hatten, wurde es am Ende fast noch knapp, da wir erneut das Vergnügen mit dem Abendverkehr hatten und über zwei Stunden im Taxi ausharren mussten…

So nehmen wir aus Yangon viele verschiedene Eindrücke mit, neben dem enormen Verkehr und der drückend heissen, schwülen Luft auch die Freundlichkeit der Einwohner und die einmalig schöne Shwedagon Pagode.

Unsere Schlafboxen in Yangon
Unabhängigkeitsdenkmal
Tee time mit unserem Tourguide
Shwedagon Pagode am Tag
Shwedagon Pagode bei Nacht
Markt in Dalla
Tempel im Wasser
Schlangen im Tempel
Essen beim Tourguide zu Hause
Andrea kriegt eine Gesichtsbemalung
Myanmar Part 1 – Yangon
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