Mit rund zehn Tagen auf Oahu hatte unsere Hawaii-Rundreise bereits sehr gut begonnen. Wir hatten genügend Zeit, uns auf ein neues Land und seine Sitten einzustellen. Das grosse Highlight war dann natürlich die Ankunft von Andrea’s Bruder Martin und seiner Freundin Melanie gewesen. Zu viert ging unser Weg nun weiter nach Maui. Mit Hawaiian Airlines flogen wir knapp 40 Minuten von Honolulu nach Kahului. In Kihei, einem Ort an der Westküste von Maui, quartierten wir uns in einem schönen Airbnb ein.

Von 0 auf 3000 in kürzester Zeit

Der erste Ausflug, den wir auf Maui unternahmen, führte uns auf die Spitze des Vulkanes Haleakala. Viele Touristen besuchen den Vulkan, um sich dort oben den Sonnenaufgang anzuschauen. Da wir (für einmal! 😉 ) aber nicht sonderlich erpicht darauf waren, in aller Herrgottsfrühe aufzustehen, nahmen wir es etwas gemütlicher. Wir machten uns an diesem Tag erst im Laufe des Morgens auf den Weg. Wer an Hawaii denkt, kommt vermutlich nicht als erstes auf die Idee, dass es hier auch ziemlich hohe Berge, respektive eben Vulkane, hat. Deshalb erstaunt es vielleicht doch ein bisschen, dass sich die Spitze des Haleakalas auf 3055 m.ü.M. befindet. Zum Glück sind wir aber in den USA. Das heisst, man kann den Weg bis ganz nach oben locker ohne körperliche Anstrengung mit dem Auto zurücklegen. 😀 Ohne gross Kenntnis davon zu nehmen, legten wir an diesem Morgen also mal soeben 3000 Höhenmeter zurück. Erst der Temperaturunterschied auf dem Gipfel zeigte uns, dass wir doch ein beachtliches Stück in die Höhe gefahren waren. Zwar mussten wir nicht gleich Handschuhe und Mützen auspacken, aber gegen eine Jacke hatten wir alle nichts einzuwenden. 😉 Die Aussicht auf den Krater und die Umgebung war dann sehr eindrucksvoll. Trotz vieler Wolken, die unterhalb des Gipfels eine dicke Schicht gebildet hatten, sahen wir sogar bis nach Big Island, die Insel südwestlich von Maui.

Road to Hana

Der zweite grössere Ausflug auf Maui brachte uns in den Nordosten der Insel. Dort führt die berühmte «Road to Hana» viele Meilen der Küste entlang durch den Regenwald bis in den namensgebenden Ort, nach Hana. Unterwegs kann man je nach Lust und Laune beliebig viele Stopps einlegen. Mehrere Aussichtspunkte bieten spektakuläre Blicke auf die Küste, das Meer und den Regenwald. Immer wieder kommt man an Wasserfällen vorbei. In einigen kann man sogar schwimmen gehen, was wir uns natürlich nicht entgehen lassen konnten. Auch kulinarisch kommt man nicht zu kurz. Verschiedene Foodtrucks entlang der Strasse bieten eine grosse Vielfalt an Snacks an. So probierten wir auch das angeblich besten Bananenbrot von ganz Hawaii. Und die Anbieter hatten nicht allzu sehr übertrieben, denn es war wirklich sehr lecker. 😉

Obwohl die Distanz vom Start der Route bis nach Hana nicht übermässig lange ist, konnten wir uns ohne Probleme einen ganzen Tag lang dort verweilen. Wir legten viele kleine Stopps ein und erfreuten uns an der wunderschönen Landschaft. So sahen wir auch Schildkröten, die am Strand ein Nickerchen machten, oder Strände mit schwarzem Sand. Dabei wurden wir immer wieder ein bisschen an Neuseeland erinnert, wo wir ebenfalls viele schöne Strände mit dem aussergewöhnlichen schwarzen Sand besucht hatten.

A turtle a day keeps the doctor away…

Da wir zum Glück fast eine ganze Woche auf Maui blieben, konnten wir ab und zu auch einen Gang runterschalten und unsere Seele baumeln lassen. Vor allem an der Westküste fanden wir viele schöne Strände, die zum Baden und zum Schnorcheln einluden. Die Unterwasserwelt ist zwar meistens immer etwa die gleiche, aber von einem Tier konnten wir trotzdem nie genug bekommen, nämlich von der Schildkröte. 😀 Was gibt es Schöneres, als einer Schildkröte zuzuschauen, wie sie elegant durchs Wasser gleitet und dabei so unglaublich schwerelos wirkt? Dank all dieser wunderbaren Begegnungen kreierten wir kurzerhand ein neues Sprichwort: «A turtle a day keeps the doctor away.» Denn die Tage auf Maui waren definitiv eine Wohltat für unsere Seele. 🙂

Auch wenn wir es locker noch etwas länger in Maui ausgehalten hätten, führte unser Inselhopping weiter nach Kauai. Auf der nördlichsten aller Hawaii-Inseln verbrachten wir leider bereits die letzten Tage zu viert.

  

Maui – Badespass dank Wasserfällen und Schildkröten
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