Fünf Tage hatten wir im Ort Huaraz verbracht, der rund acht Stunden nördlich von Lima auf 3100 m.ü.M. liegt. Wir durften dort zwei unglaublich tolle Wanderungen machen, die wir sicher nicht so schnell vergessen werden. Vor allem auch nicht, weil wir stark unter der Höhe gelitten haben und die Wanderungen kein Kinderspiel gewesen sind. Von Huaraz aus wollten wir ursprünglich noch weiter Richtung Norden bis nach Trujillo fahren. Dort kann man einige archäologische Ausgrabungen besichtigen, unter anderem die von der Moche Kultur stammenden Sonnen- und Mondpyramiden. Die Fahrt dorthin wäre aber erneut über acht Stunden gegangen. Und nochmals einen ganzen Tag im Bus zu verbringen, um dann nur ein, zwei Tage in Trujillo zu verweilen, wollten wir nicht mehr auf uns nehmen. Deshalb entschieden wir, mit dem Nachtbus von Huaraz direkt zurück nach Lima zu fahren und dort bis zur Ankunft von Patrick’s Schwester und ihrem Freund zu bleiben. Denn Lima hatte uns schon beim ersten Besuch besser gefallen als erwartet. Aus den Anden ging es also zurück ans Meer in die Hauptstadt Perus.

Batterien aufladen im Airbnb

Die erste Nacht zurück in Lima verbrachten wir nochmals im gleichen Hostel wie schon vor dem Abstecher nach Huaraz. Da wir im Nachtbus kaum geschlafen hatten, waren wir extrem müde und nicht sehr unternehmenslustig. So verbrachten wir den ganzen Tag mit Gesellschaftsspielen im Hostel. Denn wir trafen dort nochmals Jenni und Joel aus Deutschland (guineveresreisen), mit welchen wir bereits zuvor einige Male unterwegs gewesen waren, sowohl zu Beginn in Lima, als auch später in Huaraz. Mit ihnen verbrachten wir unterhaltsame Stunden, die uns in guter Erinnerung bleiben werden. Am nächsten Tag ging es für uns dann allerdings weiter nach Barranco, in einen anderen Stadtbezirk. Wir hatten dort bei unserem ersten Aufenthalt in Lima bereits eine Free Walking Tour gemacht und wollten noch ein paar Tage mehr in diesem hübschen Viertel verbringen. Wir gönnten uns zur Abwechslung wieder einmal ein schönes Airbnb und genossen es sehr, eine eigene kleine Wohnung mit Küche zu haben. Obwohl es auf Reisen jeweils verlockend ist, immer auswärts essen zu gehen, fanden wir es toll, auch wieder einmal selber kochen zu können. Wer hätte das gedacht? 🙂

Ein gelungener Ausflug in den Wasserpark

Insgesamt sechs Tage blieben wir im Airbnb, bevor wir unseren Besuch aus der Schweiz in Empfang nehmen durften. Da wir leider mit ein paar gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatten, unternahmen wir in diesen sechs Tagen nicht allzu viel. Wir machten von unserer Unterkunft aus jedoch einen gemütlichen Spaziergang den Klippen und dem Strand entlang bis zum Parque del Amor. Dies ist ein schön gestalteter Park im Stadtteil Miraflores, von wo aus man einen tollen Ausblick aufs Meer hat. Was wir in Lima unbedingt auch noch sehen wollten, war der „Circuito Magico del Agua“. Dabei handelt es sich um einen Wasserpark, in welchem man verschiedene Brunnen mit ganz unterschiedlichen Fontänen anschauen kann. Auch eine Wasser- und Lasershow wird am Abend jeweils geboten. Da der Eintritt umgerechnet nur gerade etwas mehr als 1 Schweizer Franken beträgt, und der Park wirklich sehr schön gestaltet ist, fanden wir den Abstecher dorthin definitiv lohnenswert.

Besuch aus der Schweiz

Glücklicherweise konnten wir uns in diesen sechs Tagen im Airbnb ziemlich gut erholen. So fuhren wir am 26.10. ausgeruht und mit vollen Batterien zum Flughafen von Lima. Dort nahmen wir Patrick’s Schwester Tina und ihren Freund Daniel in Empfang. Sie hatten den langen Weg aus der Schweiz auf sich genommen, um die nächsten drei Wochen mit uns in Peru herumzureisen. Wir freuten uns riesig, die beiden nach so langer Zeit wieder zu sehen. Am nächsten Tag führten wir sie ein bisschen in Lima herum. Mittlerweile hatten wir die Stadt ja schon etwas kennengelernt und konnten mit unserem Expertenwissen glänzen. 😉 Wir besuchten den Hauptplatz, den Plaza de Armas, sowie die Kirche San Francisco. Dort machten wir sogar noch eine Führung, weil man dadurch die Katakomben besuchen kann. Diese erstrecken sich über weite Teile unter der Kirche und beinhalten unzählige Gräber mit vielen Knochen. Schade nur, dass das Fotografieren während der ganzen Führung nicht erlaubt war.

Nach einem leckeren Mittagessen im Larcomar, einem grossen Einkaufszentrum mit Blick aufs Meer, mussten wir uns allerdings bereits wieder auf den Weg zum Flughafen machen. Denn noch am gleichen Tag flogen wir von Lima aus in den Nordosten von Peru, nach Iquitos. Dort erkundeten wir im Rahmen einer Tour für drei Tage den Amazonas. Gerne berichten wir euch im nächsten Blog von unseren Abenteuern im Dschungel. 🙂

 

 

Für eine Woche zurück in Lima
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