Unsere Reise durch Kanada führte uns nach den zwei Wochen im ländlichen Quyon weiter in die Grossstadt Toronto. Für die Strecke nach Toronto probierten wir eine neue Reisemethode aus: das Ridesharing. Zwar hatten wir unterwegs mit ein paar kleineren Problemen zu kämpfen und die Fahrt war schlussendlich etwas teurer, als anfangs angegeben, aber immerhin erreichten wir Toronto und waren um eine wertvolle Erfahrung reicher. In der grössten Stadt Kanadas hatten wir uns für knapp eine Woche ein AirBnB Zimmer gemietet, das zwar etwas ausserhalb des Stadtzentrums lag, jedoch eine Bushaltestelle direkt vor der Haustür hatte.

Summer of ’69 im August 2018

Noch am Abend unserer Ankunft in Toronto wartete ein spezielles und sehr schönes Erlebnis auf uns. Also vor allem auf Andrea. 😉 Zu ihrem Geburtstag wurde sie nämlich von Patrick ans Bryan Adams Konzert eingeladen. Als grosser Fan des Kanadischen Sängers freute sie sich ungemein, ihn für einmal nicht im Hallenstadion Zürich, sondern vor heimischem Publikum in der Scotiabank Arena mitten in Downtown Toronto zu hören. Das Konzert war dann auch sehr, sehr schön und wir verbrachten einen super Abend mit grossartiger Musik.

Eine Stadtführung mit dem ultimativen Guide

Gleich am nächsten Tag folgte ein weiteres Highlight. Andrea’s Cousine Michele, die rund zwei Stunden westlich von Toronto wohnt, besuchte uns und führte uns professionell in der Stadt herum. Wie ein richtiger Tourguide zeigte sie uns verschiedene Sehenswürdigkeiten wie die Wasserfront, den St. Lawrence Market und den Historic Distillery District. Nicht zu kurz kamen dabei auch viele kulinarische Leckerbissen, damit wir den ganzen Tag über genügend Energie hatten. Wir kamen erneut in den Genuss eines Beavertails, besuchten eine Bierbrauerei, an der besonders Patrick seine wahre Freude hatte, degustierten leckeres Softice und verköstigten uns zu guter Letzt an einem Food Truck Festival. Der ganze Tag war ein absolut tolles Erlebnis und wir möchten uns nochmals herzlich bei Michele dafür bedanken, dass sie sich die Zeit genommen hat, uns in Toronto einen Besuch abzustatten. Wir revanchieren uns dann gerne das nächste Mal in Zürich. 😉

 

Toronto Island Park

Der obligate Ausflug zum Toronto Island Park durfte natürlich auch nicht fehlen. Zusammen mit gefühlt 100’000 anderen Leuten nahmen wir die Fähre, die uns bis nach Ward’s Island brachte. Unterwegs hatten wir einen tollen Blick auf die Skyline von Toronto mit dem markanten CN Tower. Wir hatten uns für den Besuch auf Toronto Island aber nicht gerade das beste Datum ausgesucht. Denn es war zum einen Sonntag, und zum anderen zugleich auch noch ein Long Weekend. Das bedeutete, dass am Montag ein Feiertag war, ähnlich wie bei uns in der Schweiz an Pfingsten. Sprich, das Besucheraufkommen war deutlich höher als beispielsweise unter der Woche. Zum Glück verteilte sich die Menschenmasse dann allerdings ein bisschen, als wir Ward’s Island erreichten. Viele Familien steuerten sowieso Centre Island an, weil dort die meisten Spielplätze und Restaurants zu finden sind. Wir hingegen liessen uns mit einem Picknick am Ward’s Island Beach nieder und genossen dort das wunderbare Wetter und die Abkühlung im erfrischenden Ontariosee.

Tennis am Rogers Cup

Die letzten beiden Tage in Toronto waren dann wieder einmal durch Tennis geprägt. Etwas ausserhalb des Stadtzentrums, im Aviva Centre, spielten die Herren der ATP-Tour ein Turnier der Masters 1000er Serie. Da es bei einem solchen Turnier immer viele Punkte für die Weltrangliste zu holen gibt, war auch das Teilnehmerfeld entsprechend gut besetzt. Von den aktuellen Top-10 Spielern der Welt fehlte nur gerade einer. Dass es sich dabei ausgerechnet um Roger Federer handelte, war aber leider ein ziemlich herber Dämpfer für uns. Wir freuten uns deswegen umso mehr, dass wir den zweiten Schweizer Topspieler, Stan Wawrinka, an beiden Tagen, an denen wir dort waren, zu sehen bekamen. Die erste Partie gegen den Australier Nick Kyrgios fand auf dem Centre Court statt. Obwohl Stan den ersten Satz klar verlor, konnte er das Spiel noch drehen und in drei Sätzen gewinnen. Seine 2. Rundenpartie fand dann zu unserer Freude auf dem sehr kleinen Court 1 statt. Wir sassen knapp drei Meter hinter Stan auf der Tribühne und konnten das Spiel gegen den Ungarn Marton Fucsovics aus nächster Nähe mitverfolgen. Auch dieses gewann Wawrinka nach verlorenem Startsatz und abgewehrten Matchbällen wieder in drei Sätzen. Dank diesen beiden super Spielen wurden wir ein wenig über den Frust von Roger Federer’s Absenz hinweggetröstet. Nun hoffen wir aber schon, den Maestro dann am US Open in New York nochmals zu sehen.

Weiter geht’s zu den Franzosen!

Die Tage in Toronto waren so vollbepackt mit super Programm, dass sie wie im Fluge vergingen. Schon ist es wieder an der Zeit, weiterzuziehen. Mit dem Greyhound Bus fahren wir nun bis nach Montreal. Am Flughafen werden wir Andrea’s Freundin Isabelle abholen. Sie kommt uns für zwei Wochen besuchen. Zusammen werden wir eine zweiwöchige Rundreise in der Provinz Québec machen, auf die wir uns riesig freuen. Vor allem Patrick ist hell begeistert, denn der grösste Teil der Bevölkerung in Québec spricht Französisch. So kann er sich endlich wieder einmal ein bisschen in seiner Lieblingssprache unterhalten… oder auch nicht… 😀 😀 😀

Ein kurzer Zwischenstopp in Toronto

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