Ein Aufenthalt in Chile hatte zu Beginn unserer Reise nach Südamerika nicht auf dem Programm gestanden. Da aber die Möglichkeit bestand, die 3-tägige Tour durch den Salar de Uyuni in Chile zu beenden, entschieden wir uns für diese Variante. Sie ersparte uns eine 6-stündige Busfahrt zurück nach Uyuni, und ergab zudem die Möglichkeit, Bekanntschaft mit einem neuen Land zu machen. (Ok, wir geben es ja zu, wir wollten einfach einen weiteren Stempel in unserem Pass haben… 😉 )

San Pedro de Atacama

Von der Chilenischen Grenze aus brachte uns ein Bus bis nach San Pedro de Atacama, die erste grössere Ortschaft in der Nähe der Grenze. Für zwei Nächte hatten wir uns dort in einem Hostel einquartiert. Die Stadt ist eher klein und überschaubar, allerdings gut gefüllt mit Touristen. Verständlich also, dass praktisch jedes zweite Haus entweder ein Hotel, ein Tourenanbieter oder ein Restaurant ist. Die meisten Geschäfte und Unterkünfte konzentrieren sich entlang einer Hauptstrasse, was es ziemlich einfach macht, sich in San Pedro de Atacama zurechtzufinden.

Einen kleinen Schockmoment erlebten wir, als wir Bargeld beziehen wollten. Beim ersten Geldautomaten kam überhaupt kein Geld heraus, beim zweiten mussten wir dann eine Gebühr von fast zehn (!) Franken bezahlen. Da wir aber nicht gerne komplett ohne Bargeld herumlaufen, blieb uns keine andere Wahl. So etwas hatten wir auf der Reise bisher noch nicht erlebt. In fast jedem Land, das wir besucht hatten, war es uns gelungen, mindestens eine Bank zu finden, die keine Gebühren verlangte, oder dann höchsten zwei bis drei Franken. Aber doch nicht zehn!!! Und zu unserem Unmut hinzu sollte es in Südamerika leider nicht das letzte Mal bleiben, dass sich Banken eine goldige Nase an uns verdienten… 🙁

An einem der trockensten Orte der Welt

Der Abstecher nach Chile war effektiv nur ein sehr, sehr kurzer. Denn genau ein ganzer Tag blieb uns, um irgendwelche Aktivitäten zu unternehmen. Über unser Hostel buchten wir eine Tour ins Valle de la Luna, ins Tal des Mondes. Die ganze Region um San Pedro de Atacama herum gehört zur Atacamawüste, der trockensten Wüste der Erde. Pflanzen und Tiere sucht man hier praktisch vergeblich, es dominieren Sand und Steine. So kam auch das Valle de la Luna zu seinem Namen, denn die Landschaft dort sieht etwa so aus, wie man sich die Oberfläche des Mondes vorstellt. Anscheinend verwendet sogar die NASA gewisse Teile der Atacamawüste immer wieder, um eine Umgebung wie auf dem Mond oder dem Mars zu simulieren.

Unsere Tour ins Valle de la Luna beinhaltete einen Besuch einer kleinen Höhle, eine Fahrt durch das Tal mit ein paar Fotostopps und eine kurze Wanderung zur Duna Mayor, einer riesigen Sanddüne. Vor allem diese faszinierte uns sehr. Von einer kleinen Anhöhe aus hatten wir einen wunderbaren Blick auf die gesamte Landschaft und die imposante Düne. Nur der Wind war etwas unangenehm, denn er blies uns immer wieder ganze Ladungen Sand ins Gesicht. Aber ansonsten waren wir von der Gegend enorm beeindruckt. Die Tour endete mit einem schönen Sonnenuntergang auf die ausgetrocknete Landschaft. In der Ferne konnten wir zudem den 5920 Meter hohen Vulkan Licancabur erspähen, den wir schon auf der Fahrt von Bolivien nach Chile entdeckt hatten.

Weiterfahrt nach Argentinien

Am nächsten Tag ging es dann bereits wieder weiter. Ein Bus brachte uns von San Pedro de Atacama nach Salta in Argentinien. Der Abstecher nach Chile war zwar kurz, aber spannend (und leider auch etwas teuer…) gewesen. Wir sind aber froh, dass wir diese Möglichkeit genutzt haben, vor allem, da wir die Tour ins Valle de la Luna wirklich spannend gefunden haben. Und wer weiss, vielleicht kehren wir eines Tages ja wieder zurück nach Chile, um uns auch noch den Rest dieses sicherlich interessanten Landes anzuschauen. 😉

Ein kurzer Abstecher nach Chile
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