Was, schon wieder Australien?! Das mögen sich vielleicht einige von euch gedacht haben. Ja, tatsächlich, schon wieder Australien. Wir finden dieses Land einfach super und können nicht genug davon kriegen 😀 Deswegen sind wir nach zwei Monaten in Neuseeland nochmals zurück nach Down Under geflogen und haben einen knappen Monat lang die Ostküste bereist. Nach den verschiedenen Reisevarianten mit Auto und Campervan mieten, Auto kaufen sowie Fliegen, haben wir uns dieses Mal für den Greyhound Bus entschieden. Wir sind damit die Strecke von Cairns bis nach Surfers Paradise gefahren und anschliessend von dort nach Sydney geflogen.

Cairns und Umgebung

Bei der Ankunft in Cairns waren wir nach den doch etwas kühleren Temperaturen in Neuseeland froh, dass wir wieder einmal ohne Pullover und lange Hosen herumlaufen konnten 😉 Die Stadt gefiel uns beiden sehr gut. Vor allem die Uferpromenade ist in den letzten Jahren schön restauriert worden. Weil man auf Grund der Salzwasserkrokodile und der giftigen Quallen nicht im Meer baden sollte, wurde in Cairns eine künstliche Lagune angelegt. Umgeben wird sie von einem grossen, schönen Park mit vielen Sportmöglichkeiten und einem langen Boardwalk. Wir verbrachten deshalb einige gemütliche, sonnige Tage an dieser Uferpromenade und fühlten uns enorm wohl.

 

Daintree Rainforest

Natürlich waren wir aber nicht nur zum Relaxen nach Cairns gekommen, sondern wollten auch noch ein bisschen die Umgebung erkunden. So unternahmen wir eine Tour in den Daintree Rainforest, der etwas nördlich von Cairns liegt. Er ist angeblich der älteste Regenwald der Welt, wie wir von unserem super Tourguide Buzz erfahren haben. Buzz führte uns professionell im Regenwald herum, zeigte uns schöne Plätze zum Baden, spezielle Pflanzen und Tiere und offerierte uns eine leckere frische Kokosnuss am Strand von Cape Tribulation. Dort trifft der Regenwald aufs Meer und das Great Barrier Reef, was landschaftlich gesehen eine tolle Szenerie hergibt. Unsere Tour beinhaltete zudem eine einstündige Flussfahrt, bei der wir Salzwasserkrokodile hätten sehen sollen. Nur leider war das Glück an diesem Tag nicht auf unserer Seite. Denn wir sahen – man glaubt es kaum – kein einziges Krokodil! Der Guide auf dem Boot streute zusätzlich Salz in unsere Wunden, indem er uns unter die Nase rieb, dass es für ihn anscheinend der erste Tag seit mehr als zwei Monaten sei, an dem er kein Krokodil gesehen habe… 🙁 Immerhin entdeckten wir zwei Schlangen in den Bäumen nahe am Wasser. Obwohl uns natürlich bewusst ist, dass man die Natur nicht steuern kann, war der Frust über die nicht sichtbaren Krokodile schon relativ gross. Janu halt, was nicht ist, kann ja vielleicht noch werden 😉

Port Douglas und das Great Barrier Reef

Im etwas ruhigeren und auch deutlich kleineren Port Douglas verbrachten wir einen Tag am schönen Four Mile Beach. Auch hier sollte man wegen der Krokodile und Quallen nicht im Meer baden gehen. Deswegen gibt es am Strand einen kleinen Abschnitt, an welchem das Wasser durch ein Netz einigermassen geschützt ist. Obwohl wir mehrere Geschichten darüber gehört haben, dass sich immer mal wieder ein Krokodil in dieses Netz verirrt, fühlten wir uns im 28 Grad warmen Wasser doch ziemlich sicher 😀
Von Port Douglas aus machten wir ausserdem einen Tauchausflug ans berühmte Great Barrier Reef. Das Boot fuhr mit uns bis zum Aussenriff, weil dort anscheinend die besseren Tauchplätze zu finden sind. Insgesamt drei Mal konnten wir ins Wasser hüpfen und dabei die Unterwasserwelt erkunden. Die Sichtverhältnisse waren genial. Wir sahen bis zu 25 Meter weit und das Wasser war angenehm warm. Auch wenn wir beim Schnorcheln und Tauchen in Westaustralien deutlich mehr und „spannendere“ Meeresbewohner gesehen hatten, erfreuten wir uns am farbenfrohen Riff mit seinen schönen Korallen.

  

Viele Wasserfälle bei den Atherton Tableands

Neben den Ausflügen zum Daintree Rainforest und nach Port Douglas machten wir eine weitere Tour ins Hinterland von Cairns. Dort gibt es einige schöne Wasserfälle zu besichtigen, zum Beispiel die Josephine Falls und die Milla Milla Falls. Das Wasser war zwar meistens ziemlich frisch, was uns aber nicht davon abhielt, in die Fluten zu springen und die Abkühlung zu geniessen. Da unser Tourguide in der Gegend aufgewachsen ist, fuhr er mit uns noch zu einem geheimen Platz, wo wir aus der Ferne endlich doch noch ein Salzwasserkrokodil zu sehen bekamen, olé! 😉

Segeltrip zu den Whitsunday Islands

Das erste Ziel nach Cairns, welches wir mit dem Greyhound Bus ansteuerten, war Airlie Beach. Von dort aus machten wir einen zweitägigen Segeltrip zu den Whitsunday Islands. Lange hatten wir hin- und herüberlegt, ob wir nur einen Tagesausflug machen, oder eine Tour mit Übernachtung auf einem Boot buchen sollten. Denn Andrea ist auch nach über acht Monaten auf Weltreise immer noch kein grosser Fan von schaukligen Schiffsfahrten, die ihrem empfindlichen Magen so gar nicht bekommen… 😉 Patrick konnte sie dann aber doch dazu überreden, eine zweitägige Tour zu buchen. So hatten wir ein bisschen mehr Zeit, die wunderschönen Inseln und Strände zu erkunden. Ausgerüstet mit einer grossen Packung Tabletten gegen Seekrankheit, checkten wir an Bord der „Matador“ ein, einer ehemaligen Rennyacht. Die erfahrene Crew brachte uns gleich am ersten Tag zum berühmten Whitehaven Beach. Obwohl der Strand dort nicht wirklich zum Baden geeignet ist, ist er enorm beeindruckend und gehört deswegen aus unserer Sicht zu Recht zu einem der schönsten Strände der Welt. Wir genossen vom Lookout aus die Aussicht und entdeckten im seichten Wasser einige riesige Rochen sowie ein paar Lemonsharks. Auf dem Boot wurden wir an beiden Tagen mit leckerem Essen verwöhnt. Dies war doch erstaunlich, denn der Platz war enorm beschränkt und die Küchenmannschaft musste auf engstem Raum für über 20 Personen kochen. Auch unsere Schlafplätze waren winzig klein. Kein Wunder also, dass wir in der Nacht kaum ein Auge zugetan haben. Vielleicht war aber auch das anhaltende Schaukeln des Bootes daran schuld 😀 Mässig erfrischt waren wir am zweiten Tag dann froh, als wir zwei Mal zum Schnorcheln ins Wasser springen und uns ein bisschen bewegen konnten. Als mittlerweile erfahrene Schnorchelprofis erkundeten wir die Unterwasserwelt der Whitsunday Islands und entdeckten dabei einige interessante Fische und schöne Korallen. Nach einem weiteren Stopp auf einer der vielen Inseln und einem kurzen Spaziergang zum Aussichtspunkt dort, ging es dann aber leider schon wieder zurück nach Airlie Beach. Wir haben den Segeltrip beide sehr genossen, auch wenn Andrea nicht ganz unglücklich darüber war, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Obwohl sie den Seegang auch noch Stunden später spüren konnte 😀

 

Agnes Water

Von Airlie Beach aus ging es für uns weiter nach Agnes Water. Dieser Ort ist nicht unbedingt weltbekannt, aber auf jeden Fall einen Stopp wert. Wir entschieden uns für einen Halt hier, weil wir sonst viel zu lange im Bus hätten ausharren müssen. Ausserdem kann man in Agnes Water sehr günstig Surfkurse besuchen und Surfbretter mieten. Patrick wollte schon lange unbedingt wieder einmal aufs Brett, zumal er im letzten Winter ja die komplette Snowboardsaison verpasst hatte 😉

Während Andrea fleissig an ihrer Bräune arbeitete und sich einen gemütlichen Tag am Strand machte, stürzte sich Patrick mutig in die Wellen. Dank der hilfreichen Tipps der Surfinstruktoren gelang es ihm sehr schnell, auf dem Brett zu stehen und die Wellen zu reiten. Es sah fast schon profimässig aus 😉

Glücklich und zufrieden machten wir uns am nächsten Tag auf die Weiterreise Richtung Süden, nach Noosa. Mehr zu unseren Erlebnissen dort sowie in Brisbane, Surfers Paradise und Sydney erzählen wir euch gerne im nächsten Blog.

Back to Australia!
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