Die letzten zwei Wochen in New York City waren der Auftakt zu einer ganzen Reihe von US-Grossstädten gewesen, die wir momentan an der Ostküste des Landes besuchen. Weiter ging es in Boston, wo wir uns für fünf Nächte in einem Airbnb einquartiert hatten. Das Haus lag in einem Viertel etwas ausserhalb des Stadtzentrums, war aber gut ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden. Unterhaltsam für uns war, dass die meisten Einwohner dieses Viertels afro-amerikanischen Ursprungs sind, sodass vor allem Patrick mit seinem blonden Lockenkopf nur wenig auffiel. 😀

Auf dem Freedom Trail durch die Stadt

Die ersten beiden Tage in Boston waren wir damit beschäftigt, den Freedom Trail abzulaufen. Dieser Spaziergang über eine Länge von insgesamt vier Kilometern zieht sich quer durch einen grossen Teil der Innenstadt und deckt dabei viele Sehenswürdigkeiten ab. Der Freedom Trail verläuft entlang vieler Gebäude und Orte, die im Zuge der Amerikanischen Revolution Ende des 18. Jahrhunderts eine wichtige Rolle gespielt haben. So führt er beispielsweise am Massachusetts State House und dem Old State House vorbei. Ausserdem an verschiedenen Kirchen und Friedhöfen sowie an der USS Constitution, dem ältesten Kriegsschiff der Welt. Er endet beim Bunker Hill Monument, das an eine wichtige Schlacht zu Beginn des Unabhängigkeitskrieges erinnert. Wir fanden den Freedom Trail sehr informativ und interessant. Da er durch eine rote Linie auf dem Boden gekennzeichnet ist, kann man sich auch nicht verirren und findet alle Sehenswürdigkeiten ohne Probleme.

Ein paar grüne Oasen zur Erholung

Ähnlich wie im Central Park in New York City kann man sich auch in Boston mitten in der Stadt in mehreren Parks erholen. Die beiden bekanntesten, der Boston Common und der Boston Public Garden, liegen direkt nebeneinander. Sie sind sehr schön angelegt und gepflegt. Vor allem der Public Garden bietet viele hübsche Plätzchen, die zum Verweilen einladen. Neben einer grossen Statue von George Washington, dem ersten Präsidenten von Amerika, findet man auch viele kleinere Statuen und Skulpturen sowie einen schönen Teich mit Brücke. Neben diesen beiden Parks gibt es in Boston seit einigen Jahren auch den Rose Fitzgerald Kennedy Greenway. Er umfasst mehrere Gründflächen, die unter anderem mit Kunstinstallationen aufgewertet worden sind und sich über die Distanz von gut zwei Kilometern durch die Stadt ziehen.

Ein paar hübsche Quartiere zum Flanieren

Neben den Stadteilen, die wir auf dem Freedom Trail zu Gesicht bekamen, flanierten wir auch noch ein bisschen durch die Stadtteile Back Bay und West End. In Back Bay liefen wir beispielsweise durch die Newbury Street, die ganz viele kleine Läden beherbergt. Auch den John Hancock Tower, die Trinity Church und den Prudential Tower findet man in dieser Gegend. Im Gebiet von Beacon Hill, der in West End liegt, kann man vor allem beeindruckende Backsteinhäuser besichtigen. Die Strassen sind sehr gepflegt. Auch viele Spezialitätenläden sind dort ansässig.

Let’s go Red Socks, let’s go!

Auf einer früheren Reise in die USA hatten wir schon einmal ein Baseballspiel besucht. Wir fanden es damals aber beide sehr langweilig. Das hatte wohl damit zu tun, dass es während des ganzen Spiels nur gerade einen einzigen Punkt gab. Ausserdem waren die Zuschauer an allem anderen wie zum Beispiel dem Essen mehr interessiert als am Geschehen auf dem Feld. Eine gute Stimmung und etwas Spannung waren also völlige Mangelware. Trotzdem starteten wir in Boston nochmals einen Versuch. Wir besuchten ein Baseballspiel zwischen den Boston Red Socks und den Toronto Blue Jays. Dieser Entscheid hatte vor allem auch damit zu tun, dass wir den ehrwürdigen Fenway Park, das Stadion der Boston Red Socks, besichtigen wollten. Es wurde bereits am 20. April 1912 eröffnet und ist das älteste Baseballstadion der Major League Baseball, das heutzutage immer noch genutzt wird. Das Spiel war dieses Mal zum Glück auch einiges interessanter und endete mit einem knappen 4:3 Sieg der Red Socks. Da die Blue Jays zwischenzeitlich einen grösseren Rückstand aufgeholt hatten, kam gegen Ende des Spiels tatsächlich noch etwas Stimmung auf. Denn das Heimpublikum versuchte, ihre Mannschaft mit lautstarker Unterstützung zum Sieg zu pushen. Ausserdem hatten wir uns vorgängig auch noch mit leckerem Essen eingedeckt, was ebenfalls zu einem gelungenen Abend beitrug. 😉

Harvard und MIT

Am letzten Tag in Boston machten wir noch einen Ausflug auf die andere Seite des Charles River. Im Westen der Stadt befinden sich nämlich zwei sehr bekannte Universitäten: Harvard und das MIT, das Massachusetts Institute of Technology. Die Gründung von Harvard geht auf das Jahr 1636 zurück. Damals war die Universität eine Ausbildungsstätte für Geistliche. Somit kann sich Harvard mit dem Titel «Älteste Universität der Vereinigten Staaten» schmücken. Interessant zum Anschauen waren die Gebäude aus unserer Sicht nicht enorm, obwohl auf dem Gelände des MIT tatsächlich ein paar speziell gebaute Häuser zu finden sind. Wir beendeten unseren Ausflug in diese Gegend deswegen bald einmal und schlenderten noch eine Weile am Flussufer entlang wieder zurück Richtung Innenstadt.

Von einer geschichtsträchtigen Stadt zur nächsten

Unsere fünf Tage in Boston waren perfekt gewesen, um die Stadt in aller Ruhe zu erkunden. Wir hatten genügend Zeit, um auch mal inne zu halten und das schöne Wetter auf einer Parkbank zu geniessen. Die Stadt gefiel uns insgesamt enorm gut. Spannend war vor allem, den Freedom Trail abzulaufen und so einen Einblick in einen kleinen Teil der Amerikanischen Revolution zu erhalten. So passt es nun perfekt, dass unser nächster Halt in Philadelphia sein wird. Denn auch diese Stadt hat eine wichtige Rolle in der Amerikanischen Geschichte gespielt. Darüber berichten wir euch dann gerne im nächsten Blog. 🙂

Auf den Spuren der Amerikanischen Revolution

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