Wie viele von euch haben sich nicht schon mindestens einmal im Leben gewünscht, dass der Tag mehr als 24 Stunden hat? Bestimmt einige, wir nämlich auch. 😉 Nun ja, wir haben euch DEN ultimativen Tipp, wie ihr euch diesen Traum verwirklichen könnt! Bucht euch einfach einen Flug über die Datumsgrenze (natürlich in die richtige Richtung 😉 ) und schon könnt ihr einen Tag fast doppelt geniessen! So zumindest ging es uns, als wir von Sydney nach Honolulu geflogen sind. Unser Flugzeug verliess Australien um vier Uhr am Nachmittag und landete nach neun Stunden Flugzeit um sechs Uhr morgens am selben Tag in Honolulu. Was bedeutete, dass dieser Tag für uns tatsächlich fast eine Ewigkeit dauerte. Zu dumm nur, dass wir im Flugzeug nicht schlafen konnten. Denn irgendwann übermannte uns dann doch die Müdigkeit und eines der ersten Sachen, die wir auf Oahu machten, war ein kleines Nickerchen am berühmten Waikiki Beach. 😀

Auf einer ersten Erkundungstour

Die ersten Tage auf Oahu nutzten wir vor allem, um Honolulu und die Umgebung ein bisschen genauer unter die Lupe zu nehmen. Denn in rund einer Woche erwarteten wir hohen Besuch aus der Schweiz, den wir natürlich professionell auf der Insel herumführen wollten. Ein erster Ausflug führte uns auf den berühmten Diamond Head. Dieser erloschene Vulkan liegt südöstlich von Honolulu und bietet eine tolle Aussicht auf die Stadt sowie den Waikiki Beach. Ein kurzer, steiler Weg führte uns bis ganz nach oben an den Rand des Kraters. Schon mal ein erstes lohnenswertes Fotosujet und ein toller 360°-Blick auf die Umgebung. An einem anderen Tag fuhren wir mit dem Bus ins Manoa Valley. Dort machten wir einen Spaziergang durch den Regenwald zu den Manoa Wasserfällen. Wir fühlten uns ein bisschen wie im Film Jurassic Park, so grün und verwildert war alles. Der Wasserfall selber war ganz nett, aber da haben wir auf unserer Reise mittlerweile doch schon ein paar schönere und spektakulärere gesehen… Die restlichen Tage verbrachten wir dann allerdings meistens an einem der Strände von Honolulu. Patrick mietete sich ein Surfbrett und testete die Wellen am Waikiki Beach. Auch konnten wir uns wieder beim Beachvolleyball austoben, was wie immer grossen Spass machte. Nicht zu vergessen unser Spaziergang durch Honolulu. Wir steuerten verschiedene Sehenswürdigkeiten an, darunter die Aliiolani Hale mit der Statue von Kamehameha I, dem ersten König von Hawaii. Eingefleischten Serienfans dürfte dieses Gebäude bekannt vorkommen, dient es doch als Hauptquartier von Hawaii Five-0. Auch Andrea wollte deswegen unbedingt dort vorbeigehen. Zu schade nur, dass Steve McGarrett an diesem Tag leider nicht bei der Arbeit war… 😉

Zum ersten Mal seit unserer Abreise aus der Schweiz haben wir auf Honolulu wieder einmal überdurchschnittlich häufig Schweizerdeutsch gehört. Während in Australien und Neuseeland vor allem viele Deutsche und Franzosen mit einem Work and Travel Visa unterwegs waren, schien Hawaii fest in Schweizer Hand zu sein (die Asiaten natürlich ausgeschlossen 😉 ). Und wie es der Zufall so wollte, war unter all den Eidgenossen sogar noch ein ehemaliger Arbeitskollege von Patrick dabei! 😀

 

Memorial Day mit Lantern Festival

Während unserer ersten Woche auf Oahu feierten die Amerikaner den Memorial Day. An diesem Tag gedenken sie jeweils den im Krieg gefallenen Soldaten. Eine solche Feier fand unter anderem im Ala Moana Beach Park statt. Das Besondere an diesem Anlass dort war, dass er mit einem Lantern Festival verbunden war. So wurde nicht nur der gefallenen Soldaten, sondern auch der verstorbenen Verwandten und Bekannten gedacht. In einem für den Anlass aufgestellten Zelt konnte man sich eine Laterne basteln und diese mit persönlichen Gedanken beschriften. Anschliessend wurde am Strand auf den Sonnenuntergang gewartet. Nach einem offiziellen Festakt mit verschiedenen Reden und Musikbeiträgen war es an der Zeit, die Kerzen anzuzünden und die Laternen aufs Meer hinauszuschicken. Über 7000 Laternen, darunter auch eine von uns, bildeten schlussendlich ein wunderschönes Lichtermeer. Wir konnten so in einem sehr friedlichen und stimmungsvollen Rahmen Abschied von Andrea’s Grossmutter nehmen, die leider kurz zuvor an Pfingsten verstorben war.

Das Warten hat ein Ende…

Eine gute Woche nach unserer Ankuft in Hawaii war dann endlich der grosse Moment gekommen. Wir fuhren an den Flughafen von Honolulu und nahmen Andrea’s Bruder Martin und seine Freundin Melanie in Empfang, die uns für zwei Wochen aus der Schweiz besuchen kamen. Die Freude über das Wiedersehen war riesig, hatten wir die beiden doch schon über neun Monate lang nicht mehr gesehen.

Da wir nur gerade vier Tage lang auf Oahu blieben, hatten wir ein dichtgedrängtes Programm. Wir besichtigten nochmals den Diamond Head, weil die Aussicht auf Waikiki und Honolulu von dort oben einfach einmalig ist. Dann nahmen wir auch den um einiges anstrengenderen Aufstieg auf den Koko Head in Angriff. Der Koko Head ist ebenfalls ein erloschener Vulkan, den man besuchen kann. Allerdings kann er nur über eine steile Treppe erklimmt werden, die uns arg ins Schwitzen gebracht hat. Die Aussicht war allerdings auch von dort oben genial. Zur Abkühlung nach diesem schweisstreibenden Aufstieg gingen wir in die nahegelegene Hanauma Bay. Sie soll ein guter Platz zum Schnorcheln sein und ist dadurch bei allen Touristen sehr bekannt. Leider war sie auch an diesem Tag ziemlich gut besucht und allzu viel zu sehen gab es nicht wirklich. Im Nachhinein können wir deshalb sogar sagen, dass es sich für uns nicht wirklich gelohnt hat, dort schnorcheln zu gehen. Denn wir mussten sogar noch Eintritt dafür bezahlen. Und bereits am nächsten Tag entdeckten wir an der North Shore einen viel besseren Schnorchelspot, die Shark Cove. Dort hatte es nicht nur viel weniger Touristen, auch sahen wir tonnenweise Fische und mehrere Schildkröten im wunderbar klaren Wasser.

Nach diesem vielversprechenden Start auf Oahu werden wir in den nächsten Tagen nun mit Martin und Melanie zusammen ein bisschen Inselhopping betreiben. Nächster Halt: Maui! 😀

   

Aloha aus Hawaii
Tagged on:                                                                                                             

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.