Die letzten Tage in Kanada verbrachten wir in Montreal, der zweitgrössten Stadt des Landes. Die ersten zwei Tage wurden wir dabei noch von Andrea’s Freundin Isabelle begleitet, mit der wir einige Attraktionen der Stadt besichtigten. Leider mussten wir uns dann aber viel zu schnell wieder von ihr verabschieden. Wie im Eilzugstempo waren die beiden Wochen, die wir zusammen verbringen durften, vorbeigegangen. Wir möchten uns nochmals ganz, ganz herzlich bei Isabelle bedanken, dass sie den weiten Weg auf sich genommen hat, um uns zu besuchen. Wir haben die Zeit zu dritt enorm genossen und freuen uns schon jetzt auf unser Wiedersehen in der Schweiz.
Auch als wir dann wieder nur noch zu zweit unterwegs waren, machten wir ab und zu einen kleinen Spaziergang durch Montreal. Etwas zu sehen oder zu tun gibt es in einer solch grossen Stadt ja immer. Daneben genossen wir aber auch die Zeit in unserem Hostel. Es hatte nämlich einen Jacuzzi auf dem Dach, welchen wir natürlich ausprobieren mussten. 😉 Wir planten eifrig unsere Weiterreise, nutzten die Zeit, um mit Freunden und der Familie zu skypen, oder arbeiteten am Blog.

Treppensteigen als Fitnessprogramm 

Der Aufstieg auf den Mont Royal, den Hausberg von Montreal, durfte bei einer unserer Stadtbesichtigungen natürlich nicht fehlen. Wir kamen allerdings ganz schön ins Schwitzen, bis wir die Aussichtsplattform erreicht hatten. Denn wir hatten uns für den Aufstieg zu Fuss entschieden, der über ziemlich viele Treppenstufen den Hügel hinaufführte. Als wir das Ziel dann aber erreicht hatten, wurden wir zum Glück mit einem tollen Blick auf Montreal belohnt. Es gefiel uns dort so gut, dass wir am Abend des gleichen Tages nochmals dorthin zurückkehrten, um Montreal auch noch by night zu sehen. Für diesen zweiten Besuch haben wir dann allerdings den Bus genommen. 😉

Essen wie die Einheimischen

Von verschiedenen Informationsquellen war uns empfohlen worden, zwei ganz typische Spezialitäten aus Montreal zu probieren. Zum einen Bagels, zum anderen ein Smoked Meat Sandwich. Im Unterschied zu den New York-style Bagels sind die Montreal Bagels etwas kleiner und süsser. Natürlich erhält man sie an mehreren Orten. Zwei Bäckereien sind aber stadtbekannt, weshalb wir schlussendlich auch eine der beiden aufgesucht haben. Die Bagels dort gibt es in unterschiedlichen Variationen, sie werden aber ohne Füllung verkauft. Obwohl der Andrang im Laden gross war, erhielten wir das Gewünschte recht schnell und konnten ein paar ganz leckere, noch lauwarme Bagels geniessen. Auch das Montreal-style Smoked Meat Sandwich ist eine bekannte Spezialität, die man in vielen Restaurants der Stadt erhält. Zum mit reichlich Fleisch belegten Brot werden dabei traditionell Essiggurken serviert. Auch das Sandwich hat uns gut geschmeckt und wir können beide Spezialitäten absolut weiterempfehlen.

Flanieren durch die ganze Stadt

Mehrere ausgedehnte Spaziergänge führten uns durch verschiedene Teile der Stadt. Wir besichtigten im Gebiet von Old Montreal unter anderem die schöne Kirche Notre-Dame de Montréal, den Vieux-Port, die Mary Queen of the World Kathedrale und das mit vielen Farbkugeln dekorierte Gay Village. Immer wieder entdeckten wir auch Statuen, Skulpturen oder Wandmalereien. Etwas ausserhalb des Stadtzentrums statteten wir dem Oratoire Saint Joseph einen Besuch ab, einer imposanten Kirche am Fusse eines Hügels. Gerne hätten wir auch noch den Biodome erkundet. Er steht auf dem Gebiet des Olympischen Parks und diente bei den Sommerspielen von 1976 als Velodrome, in dem Fahrradrennen und Judo-Wettkämpfe stattfanden. Später wurde er dann umgebaut und für neue Zwecke verwendet. Heute kann man darin vier verschiedene Ökosysteme besuchen, die man auf den beiden Amerikanischen Kontinenten antrifft. Dazu gehören zum Beispiel der Tropische Regenwald oder die Subpolare Region. Das Blöde war nur, dass der Biodome bis 2019 für grössere Renovationen geschlossen ist. So mussten wir dieses Vorhaben leider wieder abblasen. 🙁

Am Wochenende vor unserer Abreise fand auch noch der Triathlon der ITU World Triathlon Series statt. Da die Strecke mitten durch die Altstadt von Montreal führte, schauten wir dem Frauenrennen eine Weile zu und konnten dabei unsere Schweizer Olympiasiegerin, Nicola Spirig, kräftig anfeuern. 😉 Leider reichte es ihr trotz unserer Bemühungen ausnahmsweise mal nicht zum Sieg. Aber sie wurde gute Fünfte.

Und nun zurück in die USA

Obwohl Montreal keine Spitzenposition auf unserer Lieblingsstädte-Skala einnehmen wird, genossen wir diese Woche dort sehr und waren vor allem auch froh, dass wir genügend Zeit hatten, unsere Weiterreise ein bisschen genauer zu planen. Wir kehren nun in die USA zurück, wo wir gut einen Monat an der Ostküste verweilen werden. Als Erstes steht New York an der Reihe. Wir freuen uns sehr auf all die berühmten Sehenswürdigkeiten und ein paar Tennismatches am US Open. 😉 Am meisten freuen wir uns aber darauf, dass uns vier Freunde aus der Schweiz besuchen werden!

Abschied von Kanada in Montreal

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